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Mai 2011: Das
Oratorium " ... lebendige Steine
in einem geistigen Haus ... " zum Jubiläum der evangelischen Kirche
Walldorf ist vollendet.
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Am 7. Mai fand im
Gewandhaus Leipzig das Chorkonzert "Schlachtfeld der Seele" statt, bei
dem der Gewandhauschor unter der Leitung von Gregor Meyer Kompositionen
sang, die zu Texten entstanden, welche der Dramaturg Matthias Schluttig
zusammen mit Soldaten der Bundeswehr in einem einjährigen
soziokulturellen Projekt erarbeitet hatte. Ich trug dazu drei
Kompositionen bei, wovon letztendlich zwei Bestandteil des
Konzertabends wurden. Dieser war ungemein intensiv. Der Gewandhauschor
hatte eine enorme Aufgabe zu meistern, da die Kompositionen der fünf
Komponisten (außer mir Fredo Jung, Christoph Küstner, Gregor Meyer und
Ekkehardt Meister) allesamt eigens für diesen Anlass entstandene
Uraufführungen mit hohem Anspruch an Gesangstechnik, Chorkultur und
Konzentration waren. Erstaunlich war die Geschlossenheit und Dichte des
Abends, obwohl ja jeder der Komponisten für sich arbeitete und
unterschiedliche Stilistiken einbrachten. Das Konzert rief ein großes
mediales Echo hervor. Sogar Kameras der Tagesschau waren zugegen.
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17.April: Heute ist der neunte
von 12 Sätzen des
Oratoriums für die evangelische Kirche in Walldorf fertig geworden. 3/4
sind geschafft. In letzter Zeit war ich auch schon bei zwei Proben mit
dem Walldorfer Posaunenchor, um dort ein wenig in das Werk einzuführen
und die Probe zu leiten.
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14. Januar 2011: Mit dem
sechsten vollendeten Satz
von später zwölf Sätzen habe ich gerade das Bergfest bei der
Komposition meines Oratoriums für die Kirchengemeinde Walldorf
gefeiert. Es ist nicht leicht, zwischen vier
Arbeitsstellen als
Musiktheorielehrer in drei Städten Deutschlands immer genügend Zeit und
innere Ruhe zum Komponieren zu finden, aber es geht voran.
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Ein weiterer Auftrag
beschäftigt mich bis März
2011: Am 7. Mai 2011 wird im Gewandhaus zu Leipzig durch den
Gewandhauschor unter der Leitung von Gregor Meyer ein soziokulturelles
Projekt auf die Bühne gebracht, zu dem ehemalige Soldaten der
Bundeswehr, die in Afghanistan waren, die Inhalte und Texte schreiben,
welche vier Komponisten vertonen. Außer mir sind Christoph Küstner,
Fredo Jung und Christoph Göbel an der Komposition beteiligt. Die
Soldaten erarbeiten ihre Texte und entwickeln die Form des Abends in
einem mehrmonatigen Workshop zusammen mit dem Theaterpädagogen und
Dramaturgen Matthias Schluttig.
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Jüngst erhielt ich einen neuen
Kompositionsauftrag,
über den ich mir nun Gedanken mache: Zum Jubiläum der evangelischen
Kirchengemeinde in Walldorf bei Heidelberg ist ein etwa einstündiges
Oratorium gewünscht, welches alle vor Ort ansässigen Ensembles
(Kantorei, Kirchenchor, Posaunenchor, Orgel, dazu Solisten und weitere
Instrumente) vereinen soll. Mich interessiert daran, eine Musik zu
schreiben, die von großer Freiheit geprägt ist, indem die verschiedenen
Ensembles im Kirchenraum unterschiedlich verteilt sind und nicht
immer unmittelbar miteinander koordiniert werden müssen, sondern sich
immer wieder zu
einer übergeordnet geplanten Klangentwicklung vereinigen, ohne
detailliert darauf hören zu müssen, was die anderen Ensembles machen.
Das Publikum soll sich frei im Raum bewegen können und dadurch
verschiedene wechselnde Perspektiven und Fokussierungen auf
Einzelelemente des Gesamtklanges einnehmen. Mit diesem Konzept möchte
ich diejenigen Erfahrungen ausbauen und weiter vorantreiben, die ich im
Rahmen meiner Kantate "Seltsame Engel" für die Hochschule für
Kirchenmusik in Dresden gemacht habe.
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Am Samstag, 11. Dezember, wurde
in der Thomaskirche
Dresden-Gruna wieder einmal meine Weihnachtskantate "Weil Gott die
Liebe ist" aufgeführt. Sybille Sachs (Sopran), Franziska Kimme (Alt),
Bläser des Kammerorchesters Sinfonietta Dresden sowie die Meißner
Kantorei 1961 musizierten unter der Leitung von Michael Käppler.
Sehr erfreulich war für mich dabei als Komponist die Idee,
meine
Kantate zweimal, zu Beginn und am Ende des Konzertes zu musizieren, so
dass das aufmerksam zuhörende Publikum die Eindrücke von der ersten
Aufführung vertiefen konnten.
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Nun hat mittlerweile die
Uraufführung von "Seltsame
Engel" am 24.10.2009 im Rahmen eines
Festkonzertes in der Martin-Luther-Kirche in Dresden Neustadt
stattgefunden. Der Chor der Hochschule für
Kirchenmusik Dresden, das Orchester der Sächsischen Landesbühne
Radebeul und der Bariton Matthias Weichert unter der Leitung von Prof.
Dr. Dr. KMD Christfried Brödel haben mich mit einer bewegenden,
engagierten Aufführung mehr als begeistert. Tatsächlich stellt die
Kantate in meinem Schaffen eine Weiterentwicklung dar. Ich unterrichte
seit einiger Zeit in Frankfurt zwei Kompositionsschüler, die mich durch
ihre Art, über Musik, über ihre Kompositionen nachzudenken, immer
wieder gemahnt haben, nicht stehenzubleiben, mich nicht auf dem Wissen,
über handwerkliche Sicherheiten zu verfügen, auszuruhen, sondern meine
musikalische Sprache erweitern zu wollen. Dies habe ich mit
"Seltsame Engel" versucht, und schön war zu erleben, dass die neuen
Wagnisse, welche ich hier einging - verschiedene Gruppen verteilt im
Raum, weitgehender Verzicht auf erprobte kontrapunktische Techniken,
Fokus auf den Klang unter Zuhilfenahme differenzierter
Instrumentaltechniken, Befreiung der melodischen Linie aus einem allzu
engen Korsett motivischer Arbeit - tatsächlich gut funktioniert haben
und im Dienste der Aussage der Kantate standen. Am schönsten am
Konzertwochenende war aber vielleicht das Kennenlernen mit Frau Monika
Cämmerer, der Dichterin von "Seltsamer Engel", jenem Gedicht, das der
zentralen Baritonarie und dem Titel der gesamten Kantate zugrunde
liegt. Hier ist einfach von Geistesverwandtschaft zu sprechen. Es war
mir eine große Freude, dass diese wunderbare Dame zur Uraufführung kam
und sich so sachkundig und menschlich mit mir austauschte.
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Eine Neuigkeit nicht in eigener
Sache: Einer meiner
beiden Kompositionsschüler, der hochbegabte junge Frankfurter Komponist
Elischa Kaminer, schrieb neben drei weiteren jungen Komponisten die
Musik zum Film "Seelenvögel" von Regiesseur Thomas Riedelsheimer. Es
handelt sich um eine poetische Dokumentation über ein ernstes Thema,
krebskranke, todgeweihte Kinder. Der Film wird ab dem 5. November
deutschlandweit in den Kinos zu sehen sein, lief auch bereits
erfolgreich auf dem Filmfest München. Kinotermine, Trailer und sonstige
Informationen zum Film kann man unter
http://www.seelenvögel-der-film.de finden.
- Aufgrund einer äußerst großen
zeitlichen Belastung
durch andere Aufgaben, die mir seit meiner Kantate "Gott hört mich"
keine innere Ruhe und äußere Zeit zum Komponieren mehr erlaubten, mich
in eine regelrechte Schaffenskrise führten und auch die eben fertig
gestellte Arbeit an der Kantate für Dresden zunächst sehr erschwerten,
musste ich nun einsehen, dass ich den zweiten meiner beiden Aufträge
nicht fristgerecht würde vollenden können, weswegen ich
ihn schweren Herzens wieder abgegeben habe. Das Projekt mit
Texten
von Jugendlichen hätte mir sehr am Herzen gelegen, aber was nicht geht,
geht einfach nicht. Umso glücklicher bin ich, dass ich durch die
Kantate "Seltsame Engel" wieder zum Komponieren zurückgekommen bin und
mich durch diese Arbeit stilistisch auch weiter entwickelt habe.
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In letzter Zeit erhielt ich
zwei reizvolle
Kompositionsaufträge, die ich bis April 2009 fertigzustellen
habe:
Die Hochschule für Kirchenmusik in Dresden gab anlässlich ihres
nächstjährigen 60. Geburtstages die Komposition eines durchweg positiv
gehaltenen geistlichen Werkes für Solisten, Chor und
Instrumentalensemble in Auftrag. Dies ist eine wirkliche Aufgabe:
positive Musik, die dennoch zeitgenössisch ist! Ich plane gerade, mit
diesem Stück meine Reihe geistlicher Kantaten zu erweitern, die mit
"Weil Gott die Liebe ist" und "Gott hört mich" begann (und dem
man
als "Solokantate" durchaus den geistlichen Abendlieder-Zyklus für
Gesang und Orgel dazurechnen kann). Auf Dauer schwebt mir vor, einen
regelrechten Kantatenzyklus (nunja, nicht gerade enen ganzen Jahrgang,
aber vielleicht bis zu 15 Stück) wachsen zu lassen, bei welchem
zeitgenössische geistliche Texte einen aktuellen Blick auf Fragen des
Glaubens werfen. Im Rahmen des Dresdner Projektes sichte ich gerade
Gedichte verschiedener Autoren über das Thema "Engel".
Der
zweite Auftrag kam aus München. Für ein Jugendorchester, welches
jährlich ein Projekt gemeinsam mit einem befreundeten amerikanischen
Jugendchor gestaltet, soll ein vierzigminütiges Werk für Chor und
Orchester entstehen. Das Besondere daran soll sein, dass die
Jugendlichen des Orchesters und des Chores in einer ersten Phase dazu
aufgefordert sind, zu einem sie bewegenden bzw. betreffenden
Themengebiet Texte und Gedichte zu verfassen, von welchen ich einige
zur Komposition auswählen werde. Dadurch soll eine spezielle
Identifikation der Jugendlichen mit dem neuen Werk erreicht werden,
welche dabei hilft, Interesse für die neue Komposition zu wecken und
das Verständnis dafür, wie die Musik auf ihre Texte reagiert, zu
ermöglichen.
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Die
Promotionskommission der Hochschule
für Musik und Theater
Leipzig hat mich im Februar 2007 zum Promotionsstudium zugelassen.
Geplant ist eine wissenschaftlich-praktische Ausgabe der Harmonia Cantionum
ecclesiasticarum von Seth Calvisius einschließlich der
dazugehörigen nötigen Quellenforschung.
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Vor
kurzem erschien im
Laaber-Verlag
das "Lexikon des Klaviers"
(hrsg.: Christoph Kammertöns), für welches ich die Artikel über
die Klaviermusik der Komponisten Benjamin Britten, Karl Amadeus
Hartmann und Toru Takemitsu verfasste. Eine weitere musiktheoretische
Veröffentlichung wird im Frühjahr ein Beitrag innerhalb eines
Symposiumberichtes anlässlich des 450. Geburtstages des Thomaskantors
und Musiktheoretikers Seth Calvisius über seine
Kantionalsätze im
Lichte seiner eigenen musiktheoretischen Schriften sein und basiert auf
einem Vortrag, den ich während eines Symposiums über Calvisius im
April 2006 in Leipzig hielt.
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Ende Juli 2007 beendete ich
eine geistliche Kantate nach
Gedichten von Thomas Bernhard. Gerade die Lyrik dieses Autors
interessiert mich immer noch stark, nachdem ich schon einmal Gedichte
von ihm zur Grundlage meines Orchesterliederzyklusses "Winter..."
(Reise
einer kranken Seele) genommen hatte. Die Kantate entstand für den
Leipziger Projekt-Kammerchor
"Ensemble
Consart"
, der sie im August 2007 während einer
Konzerttour durch Thüringen mehrmals aufführte, was einen
Komponisten natürlich sehr freut, da das Bewusstsein für die Musik so
in längerfristiger Arbeit reifen und so differenzierter und sicherer
musiziert werden konnte.
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Der
Arbeitskreis junger Komponisten im sächsischen
Landesverband des Komponistenverbandes Deutschland veranstaltete
zusammen mit dem elole-Klaviertrio Dresden zwei Konzerte mit Werken
für
Klaviertrio oder daraus herausgelösten Besetzungen. Dabei kam
auch
das Trio für Violine, Violoncello und Klavier von mir
aus dem
Jahre 1999 in einer überarbeiteten Neufassung zur
Aufführung. Die
Konzerte fanden am 30. März 2005 im Schumannhaus in Leipzig,
und am 31. März in der
Blauen
Fabrik in Dresden statt.
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Der Via Nova Chor
München wiederholte unter der Leitung von Kurt
Suttner das bereits im Juni 2004 in München erklungene Konzert
„We are such
stuff as dreams are made of“ mit Vertonungen von
Shakespeare-Texten,
bei dem auch meine „Three Sonnets against Vanity“ zur
Aufführung kamen. Das Konzert fand am 24. November 2004
im Konzertsaal der Universität Augsburg statt.
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Im Oktober
2004 läutete ich mit Beendigung des ersten Aktes
die Halbzeit der Arbeit an meiner Kammeroper „Tod eines
Handlungsreisenden“ ein.
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Der
Via Nova Chor
München unter der Leitung von Prof. Kurt
Suttner brachte am 27. Juni 2004 die „Three Sonetts against
Vanity“ für
Chor zur Aufführung. Das Konzert fand in der Musikhochschule
München
statt.
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Am 28.
April 2003 fand in
Hamburg im Rahmen von
Portraitkonzerten junger Komponisten, durchgeführt von der
Freien
Akademie der Künste Hamburg, ein Gesprächskonzert mit
Werken von mir statt. Musiker des Gewandhausorchesters Leipzig und ich
selbst,
Tenor, spielten "Ausgegrenzt" - Szenen für Klavierquartett und
"Tränen-Träume" - acht Lieder für Tenor und
Violoncello. Prof. Ulrich
Leyendecker moderierte den Abend.
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Am Freitag, dem 3. Oktober
2003 fand die
Uraufführung des Chorstücks "Ave Maris Stella" durch
den Studentischen
Kammerchor Heidelberg unter der Leitung von Andreas Schneidewind in der
evangelischen Stadtkirche in Walldorf bei Heidelberg statt.
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Am Freitag, dem 7. November
2003 war im Theaterhaus
Schützenstraße in Frankfurt am Main die Premiere des
Kindertheaterstückes "Das Gespenst Sophie" von Karin Eppler
mit der
Musik von mir.
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Am
Sonntag, dem 9. November
2003 führten die Bläser des
Gewandhausorchesters Leipzig in der Schaubühne am Lindenfels Leipzig
zum ersten Mal meine
Harmoniemusikbearbeitung von Teilen aus Ruggiero Leoncavallos Oper "Der
Bajazzo" auf. Das Konzert leitete über in die
Vorführung des Films
"Fitzcarraldo" von Werner Herzog mit Klaus Kinski.